Fremdausbildung in Thailand

Im Rahmen des Dualen Studiums zum Bachelor of Arts, absolvieren alle Dualen Student*innen des Landkreises Holzminden eine Fremdausbildung in Form eines Praktikums außerhalb ihrer Behörde. Dabei sollen die Studierenden einen Einblick in die Abläufe und Strukturen einer anderer Kommune gewinnen. So auch Kreisinspektoranwärterin Beatris Marx, die ihre Fremdausbildung nicht innerhalb Deutschlands, sondern in Thailand absolvieren wird. Vor ihrer Abreise haben wir Frau Marx getroffen und ihr ein paar Fragen zu der bevorstehenden Zeit in Thailand gestellt.

Eine ungewöhnliche Fremdausbildung, wie bist du auf Thailand gekommen?

Für mich war der asiatische Bereich besonders interessant. Die Kultur, die Mentalität und der Lifestyle sind fesselnd für mich. Thailand bietet einem eine atemberaubende Mischung aus Inseln und Bergen, umgeben von Tempeln, Palästen und ausgesprochen gutem Essen. Mir war es wichtig, das fünfte Trimester mit neuer Motivation und einem Lächeln im Gesicht zu starten. Und wie könnte man dies besser tun als im weltweit bekannten Land des Lächelns?

Was war ausschlaggebend, die Fremdausbildung in Thailand zu absolvieren?

Das war tatsächlich der Arbeitsplatz. Die Möglichkeit im AMIF (Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union) zu arbeiten und thailändischen Bürgern, die nach Deutschland auswandern wollen, bei ihrer Vorintegration zu helfen, war für mich eine einzigartige Chance auf berufliche Weiterentwicklung. Die Möglichkeit mein Erfahrungsspektrum erweitern zu können, wollte ich mir nicht entgehen lassen.

In welcher Behörde arbeitest du dann?

Ich werde im Goethe-Institut Thailand in Bangkok arbeiten. Dies ist ein global tätiges Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland, welches institutionell vom auswärtigen Amt gefördert wird. Sie tragen dazu bei die deutsche Sprache in den Bildungssystemen weltweit zu verankern und fördern die freie Entfaltung von Kultur und Wissenschaft.

Wie lange dauert deine Fremdausbildung in Thailand?

Die Fremdausbildung geht von Dezember bis einschließlich Februar 2024. Was bedeutet, dass ich meine Weihnachtsgeschenke wohl dieses Jahr am Strand öffnen werde.

Welche beruflichen als auch persönliche Ziele, denkst du, erreichst du in Thailand?

Thailand gibt mir die Chance eine interkulturelle Kompetenz in einer authentischen Umgebung zu erwerben beziehungsweise auszubauen. Ich persönlich finde, dass dies besonders in einer Zeit, wie dieser, eine große Rolle spielt. Die Verwaltungsorgane sind für viele Menschen mit Migrationshintergrund die erste Anlaufstelle. Es ist von großer Bedeutung respektvoll mit Menschen anderer Kulturen umzugehen, die Unterschiede zu akzeptieren und verstehen zu können. Mit der Erfahrung, die ich dort erlangen werde, wird es mir möglich sein, im Landkreis Holzminden mit neuen Ideen und Ansätzen von einer globalen Perspektive zu unterstützen.

Was denkst du wird die größte Herausforderung in Thailand sein?

Die größte Herausforderung ist für mich eine persönliche. Ich bin zum aller ersten Mal in meinem Leben komplett auf mich alleine gestellt und ich könnte nicht aufgeregter sein. Um meine Zeit dort nicht alleine verbringen zu müssen, bin ich mehr oder weniger dazu gezwungen meine Kommunikationsfähigkeit auszubauen. Ich freue mich darauf meiner schüchternen Seite ein für alle Mal „sa war dii“ (=tschüss) sagen zu können!

Wir wünschen Frau Marx bei ihrer Fremdausbildung viel Erfolg und dass sie viele spannende und neue Eindrücke gewinnt von denen sie uns bei ihrer Rückkehr berichten kann.